 |
Wir nehmen über unser Trinkwasser viele wertvolle Stoffe auf. Trinkwasser kann aber auch gesundheitsschädigende Stoffe enthalten. Aus diesem Grund gelten für die wichtigsten Trinkwasser-Inhaltsstoffe bestimmte Grenzwerte. Diese legen Höchstkonzentrationen fest, die nicht überschritten werden dürfen. Bei ihrer Einhaltung ist "zu erwarten, dass auch bei lebenslangem täglichem Genus des Wassers keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen auftreten" (laut Österreichischem Lebensmittelbuch). Die Richtzahlen wiederum sind jene Werte, die "bei zeitlich unbegrenztem Gebrauch als für die Gesundheit des Menschen unbedenklich gelten" (laut österreichischem Lebensmittelbuch). Werden sie überschritten, müssen entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Säuglinge und Kleinkinder nehmen pro Kilogramm Körpergewicht mehr Flüssigkeit auf als Erwachsene. Sie sind dadurch sensibler.
Folgende Stoffe bzw. Werte kommen relativ häufig und in erhöhten Konzentrationen in unserem Grund- und Trinkwasser vor. Sie können laut einschlägigen Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO (Guidelines for Drinking-Water Quality,1996) Auswirkungen auf die Gesundheit haben und werden daher bei der Wasseruntersuchung routinemäßig untersucht.
1. Geruch und Geschmack
Woher kommen Geruch und Geschmack?
Wasser ist normalerweise geruchs- und geschmacksneutral. Für Veränderungen können verantwortlich sein:
Mikroorganismen (z.B. Algen)
gelöste Metalle (z.B. Eisen, Kupfer, Mangan, Zink)
zugesetzte Chemikalien (z.B. Chlor)
Substanzen, die sich von Wasserrohren und -behältern lösen.
Ein eventueller Chlorgeschmack ist ein Hinweis darauf, dass das Wasser zum Schutz des Konsumenten entkeimt wurde. Geruchs- oder Geschmacksveränderungen im Wasser können aber auch ein Hinweis darauf sein, dass das Wasser belastet ist. Sie dürfen daher keinesfalls einfach hingenommen werden.
2. pH-Wert
Was ist der pH-Wert des Wassers?
Der pH-Wert ist ein Maß für das Säure-Basen-Gleichgewicht. Ist er hoch, gilt das Wasser als "basisch", ist er tief, gilt es als "sauer".
Wie wirkt der pH-Wert auf die Gesundheit?
Extreme pH-Werte, also Werte unter 4 und über 10 führen zu Augenirritationen (rote Augen etc.) und Hautrötungen. Normalerweise werden solche Werte jedoch nicht erreicht. Bedeutungsvoll ist der pH-Wert im Zusammenhang mit der Rohrkorrosion.
Welche Grenzwerte?
Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 8,5 - also um den neutralen Wert von pH=7,0 liegen.
3. Sauerstoffgehalt des Wassers
Wie wirkt der Sauerstoffgehalt auf die Gesundheit?
Zu wenig Sauerstoff im Wasser kann gemeinsam mit anderen Faktoren den Abbau von Nitrat zum Nitrit fördern, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Es kann auch zu verstärkter Lösung von Metallen (z.B. Eisen, Cadmium, Blei, Zink) aus den Leitungsrohren ins Trinkwasser kommen. Das kann zu Verfärbungen des Wassers und möglicherweise auch Gesundheitsbelastungen führen.
Welche Grenzwerte?
Der Sättigungswert ist temperaturabhängig, es existiert daher kein Grenzwert.
4. Wasserhärte
Was ist die Wasserhärte?
Wenn Trinkwasser viel Calcium oder Magnesium enthält, spricht man von hartem Wasser. Alle Härtebildner (vor allem Calcium und Magnesium) werden in deutschen Härtegraden = °dH, angegeben.
Welche Auswirkungen hat die Wasserhärte?
Calcium- und Magnesiumionen gehören zu jenen Mineralstoffen, die für den Menschen lebensnotwendig sind. Wasser als Lebensmittel muss also nicht enthärtet werden. Zentrale Enthärtung von Trinkwasser ist aus gesundheitlichen Gründen abzulehnen.
Allzu weiches Wasser steht im Verdacht, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie bestimmte Krebsarten zu begünstigen.
Weiches Wasser kann die Korrosion der Wasserleitungen beschleunigen und damit den Gehalt an Schwermetallen erhöhen.
Für einige Verwendungszwecke kann sich jedoch "hartes Wasser" als nachteilig erweisen:
Die Härtebildner verringern die Waschkraft der Waschmittel. Bei Erwärmung des Wassers fallen die Calciumionen nach physikalisch-chemischen Gesetzmäßigkeiten aus, es kommt zu Kesselstein- und lockeren Kalkablagerungen.
Diese Härtebereiche sind wie folgt definiert:
Härtebereich 1: weiches bis mäßig hartes Wasser (0° - 10° dH) Härtebereich 2: ziemlich hartes Wasser (10° - 16° dH) Härtebereich 3: hartes Wasser (über 16° dH)
Moderne Waschmittel sind sowohl bei hartem wie auch bei weichem Wasser anwendbar. Bei hartem Wasser erhöht sich lediglich die zu dosierende Menge. Durch die richtige Waschmitteldosierung, abhängig von der jeweiligen Wasserhärte, kann ein wichtiger Beitrag zum Gewässerschutzgeleistet werden.
Geschirrspüler und andere moderne Haushaltsgeräte sind fabriksmäßig bereits mit Ionenaustauschern ausgerüstet. Die Ionenaustauscher werden mittels Natriumchloridlösung regeneriert. Hartes Wasser erfordert daher einen höheren Einsatz von Regeneriersalz.
Wie gelangen Mikroorganismen ins Trinkwasser?
Wird Grundwasser mit Fäkalien verschmutzt, ist die Gefahr groß, dass auch krankheitserregende Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen ins Trinkwasser gelangen. Ursache dafür kann etwa eine undichte Senkgrube, lecke Abwasser-Kanäle oder die Auswaschung von Gülle (Landwirtschaft) ins Grundwasser sein.
Wie wirken Mikroorganismen auf die Gesundheit?
Mikroorganismen zählen zu den gefährlichsten Trinkwasser-Inhaltsstoffen. Sie können eine Vielzahl von Krankheiten übertragen. Da das Trinkwasser jedoch nicht auf alle Krankheitserreger untersucht werden kann, beschränkt man sich in der Untersuchung auf jene Mikroorganismen, die generell eine Belastung des Wassers mit Fäkalien anzeigen, sogenannte Indikatorkeime. Zusätzlich werden die im Wasser vorkommenden koloniebildenden Mikroorganismen (KBE) gemessen.
Welche Grenzwerte?
Indikatorkeime dürfen in 100 ml Trinkwasser, bei desinfiziertem Trinkwasser in 250 ml, nicht vorhanden sein. Zusätzlich darf nicht-desinfiziertes Trinkwasser höchstens 100, desinfiziertes Trinkwasser höchstens 20 KBE (Koloniebildende Einheiten) pro ml bei 22 Grad Celsius enthalten.
Aluminium Wie gelangt Aluminium ins Trinkwasser? Aluminium ist das verbreitetste Metall und mit ca. 8% am Aufbau der Erdkruste beteiligt. Aluminium kommt in der Natur nur in Verbindungen wie Feldspat, Glimmer, Bauxit usw. vor. Aluminium kann als Tonerde in Gewässer eingespült bzw. durch sauren Niederschlag im Boden freigesetzt werden und so ins Grundwasser gelangen. Im Zuge der Wasseraufbereitung können Aluminiumsalze verwendet werden.
Wie wirkt Aluminium auf die Gesundheit? Es besteht der Verdacht, dass bei erhöhter Aluminiumaufnahme durch Einatmen von Aluminiumstaub bzw. über Trinkwasser neurologische Störungen auftreten können. Zudem begünstigt Aluminium die Verfärbung des Wassers durch Eisen. In jüngsten Untersuchungen wurde auch ein Zusammenhang zwischen der Aluminium-Aufnahme und der Alzheimerschen Krankheit gefunden.
Welche Grenzwerte? Die zulässige Höchstkonzentration ist 0,2 mg/Liter Trinkwasser.
Ammonium Wie gelangt Ammonium ins Trinkwasser? Im Grundwasser kommt Ammonium als Teil des natürlichen Stickstoffkreislaufes in geringer Menge vor. Der Ammonium-Gehalt steigt jedoch stark an, wenn Abwässer oder Düngemittel ins Grundwasser gelangen.
Wie wirkt Ammonium auf die Gesundheit? Ammoniumverbindungen im Trinkwasser sind nur gering giftig und werden schnell wieder ausgeschieden. Erhöhte Ammoniumgehalte im Grundwasser oder Quellwasser können jedoch indirekt gesundheitsbelastend wirken.
Erhöhte Ammoniumwerte deuten auf eine Verschmutzung des Wassers mit Fäkalien und damit auf eine erhöhte Belastung mit Mikroorganismen hin. Es müssen daher größere Dosen an Chlor zur Desinfektion verwendet werden. Zu viel Ammonium kann zu einem Ansteigen von gesundheitsgefährlichen Nitrit führen.
Welche Grenzwerte? Die zulässige Höchstkonzentration liegt bei 0,5 mg/ Liter Trinkwasser. Der Richtwert ist 0,05 mg/Liter.
Arsen Wie gelangt Arsen ins Trinkwasser? Arsen gelangt ins Wasser durch Verwitterung von Mineralien und Erzen sowie durch Industrieabwässer. Der natürliche Arsenwert des Wassers ist normalerweise sehr gering und liegt bei 0,001 - 0,002 mg/l.
Wie wirkt Arsen auf die Gesundheit? Arsen steht bei chronischer Aufnahme im Verdacht, Hautkrebs zu erregen.
Welche Grenzwerte? Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen Grenzwert von 0,01 mg/ Liter Trinkwasser. Die in Österreich erlaubte Höchstkonzentration liegt bei 0,05 mg/ Liter.
Cadmium Wie gelangt Cadmium ins Trinkwasser? Cadmium kommt in der Erdkruste relativ selten vor. Eine der Hauptquellen ist die Auswaschung von cadmiumhältigen Düngemitteln ins Grundwasser. In Österreich ist die Ausbringung von cadmiumhältigen Düngemitteln seit 1. 1. 1999 verboten. Ins Trinkwasser kann Cadmium zusätzlich durch cadmiumhältige Zinkrohre und Lötstellen gelangen.
Wie wirkt Cadmium auf die Gesundheit? Cadmium beeinträchtigt die Nierenfunktion und kann in der Folge zu Knochendeformationen führen. Es steht weiters im Verdacht, krebserregend und genverändernd zu wirken.
Welche Grenzwerte? Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt 0,003 mg/ Liter Trinkwasser. Die in Österreich erlaubte Höchstkonzentration liegt bei 0,005 mg/ Liter.
Chlorid Wie gelangt Chlorid ins Trinkwasser? Chlorid ist vor allem als Natriumchlorid, Kaliumchlorid und Calciumchlorid in der Natur weit verbreitet. Ins Grundwasser gelangt Chlorid auf natürlichem Wege durch Verwitterung. Dieser natürliche Gehalt kann aber durch Salzstreuung im Winter, Düngemittelauswaschung, undichte Deponien und Industrieabwässer stark erhöht werden.
Wie wirkt Chlorid auf die Gesundheit? Chlorid kann Metall-Ionen aus Metall-Wasserrohren lösen und dadurch den Gehalt des Wassers mit eventuell gesundheitsgefährdenden Metallen erhöhen.
Welche Grenzwerte? Die zulässige Höchstkonzentration liegt bei 100 mg/Liter Trinkwasser.
Eisen Wie gelangt Eisen ins Trinkwasser? Eisen ist einer der häufigsten Bestandteile des natürlichen Bodens. Bei Sauerstoffmangel im Grundwasser kann der Eisengehalt ansteigen.
Welche Auswirkungen hat Eisen? Eisen ist ein wichtiges Spurenelement für den Körper. Ab Konzentrationen von 0,1 mg/Liter kann sich jedoch das Wasser bräunlich verfärben; ab ca. 0,3 mg/Liter ist auch der Geschmack verändert, Wäsche und Sanitäreinrichtungen bekommen Eisenflecken.
Welche Grenzwerte? Die zulässige Höchstkonzentration im Trinkwasser liegt bei 0,2 mg/Liter Trinkwasser.
Blei Wie gelangt Blei ins Trinkwasser? Die Hauptquelle von Blei im Trinkwasser sind alte Wasserrohre aus Blei, Lötstellen und Armaturen.
Wie wirkt Blei auf die Gesundheit? Blei ist ein Gift, das sich über lange Zeit im Körper anreichern kann. Besonders Kinder unter sechs Jahren und Schwangere gehören zur Risikogruppe. Die Wirkung von Blei auf das Zentralnervensystem ist besonders schwerwiegend. Nach ein bis zwei Jahren Blei-Aufnahme treten Muskelschwäche, Probleme mit dem Magen sowie Stimmungsschwankungen auf. Zeichen einer chronischen Vergiftung sind Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Kopfschmerz und Magen-Darm-Probleme. Ebenso kann es bei erhöhten Werten zu Fortpflanzungsstörungen kommen. Weiters steht Blei im Verdacht, krebserregend zu sein.
Welche Grenzwerte? In Österreich gilt die zulässige Höchstkonzentration von 0,05 mg/Liter Trinkwasser. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt 0,01 mg/Liter.
Mangan Wie gelangt Mangan ins Trinkwasser? Mangan ist eines der häufigsten Bestandteile des natürlichen Bodens. Grundwasser enthält von Natur aus erhöhte Werte an Mangan, abhängig vom pH-Wert und dem Sauerstoffgehalt des Wassers.
Welche Auswirkungen hat Mangan? Mangan ist ein wichtiges Spurenelement im menschlichen Köper und wird großteils über die Nahrung aufgenommen. Bei Untersuchungen wurde sogar eine Verbindung zwischen Manganmangel und Anämie bzw. Knochenschäden bei Kindern nachgewiesen. Gesundheitsschädliche Wirkungen treten nur bei zu hohem Mangankonsum auf. Erhöhter Mangangehalt im Trinkwasser kann bei Sauerstoffzufuhr zu Trübungen führen. Bei höherer Mangankonzentration (größer als 0,05 mg/Liter) ist ein deutlicher metallischer Geschmack feststellbar.
Welche Grenzwerte? Die zulässige Höchstkonzentration ist 0,05 mg/Liter. Geogen bedingte Überschreitungen bis zu 0,1 mg/Liter sind bei Einzelwasserversorgungen zulässig.
Nitrat und Nitrit Wie gelangen Nitrat und Nitrit ins Trinkwasser? Nitrat entsteht im Boden bei der Humusbildung und beim Abbau stickstoffhaltiger Düngemittel. Nitrit ist das Abbauprodukt (durch Reduktion) von Nitrat.
Wie wirken Nitrat und Nitrit auf die Gesundheit? In der Mundhöhle wird Nitrat zu Nitrit umgewandelt. Die Gefahr für Erwachsene liegt vor allem in der Langzeitwirkung. In Verbindung mit anderen Stoffen (z.B.: mit Aminen in Käse) bilden sich krebserregende Nitrosamine bzw. Nitrosamide. Bei Säuglingen unter 6 Monaten vermindert Nitrit den Sauerstofftransport im Blut. Das kann zu Beeinträchtigungen in der Entwicklung - etwa des Gehirns - führen. Im Extremfall droht der Tod durch inneres Ersticken. Der WWF empfiehlt daher Eltern, sich an dem Richtwert zu orientieren.
Welche Grenzwerte? Der Grenzwert liegt bei 50 mg Nitrat/Liter. Der Richtwert ist 25 mg/Liter. Der Grenzwert für Nitrit liegt bei 0,1 mg/Liter.
Sulfat Wie gelangt Sulfat ins Trinkwasser? Sulfate sind als Gips, Anhydrit usw. in der Natur weit verbreitet. Das Grundwasser enthält daher geogen bedingt 10-30 mg/Liter Sulfat. Sulfate sind darüber hinaus Bestandteile von Kunstdünger, Pestiziden und Waschmitteln. Aluminium- und Eisensulfat wird zur Wasseraufbereitung verwendet. Sulfate gelangen weiters durch industrielle Abwässer, etwa von Papierwerken und Textilfabriken, in den Wasserkreislauf.
Welche Auswirkungen haben Sulfate? Sulfate gehören zu den ungefährlichsten Wasserinhaltsstoffen, können aber die Korrosion von Wasserleitungen fördern. Ein hoher Sulfatgehalt kann in Verbindung mit einem hohen Magnesiumgehalt z.B.: bei Tee und Kaffee zur Verschlechterung des Aromas führen.
Welche Grenzwerte? Die zulässige Höchstkonzentration liegt bei 250 mg/Liter Trinkwasser.
Pestizide Wie gelangen sie ins Trinkwasser? Pestizide sind chemische Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Insekten oder unerwünschten Wildkräutern eingesetzt werden. Sie sind von großer Bedeutung für die konventionelle landwirtschaftliche Produktion. Durch Auswaschung gelangen die Pestizide ins Grundwasser.
Wie wirken Pestizide auf die Gesundheit? Pestizide reichern sich im Körper an und können krebserregend, erbgut- und gehirnschädigend wirken. Neuere Studien haben auch hormonelle Veränderungen und dadurch bedingte Fruchtbarkeitsstörungen bzw. Missbildungen bei Embryos ergeben.
Welche Grenzwerte? Kein Pestizid darf die Höchstkonzentration von 0,1 Mikrogramm/ Liter (= 0,0001 mg/Liter) übersteigen.
Calcium Calcium, ein sogenannter "Härtebildner", ist in allen natürlichen Wässern enthalten. Es wird bei der Grundwasserbildung aus dem Boden gelöst und kann als unbedenklich bezeichnet werden. Jedoch in überhöhten Konzentrationen, besonders in Verbindung mit hohem Gehalt an Sulfationen können Darmstörungen hervorgerufen werden.
Die zulässige Höchstkonzentration für Calcium beträgt 400 mg/Liter.
Natrium Natrium kann durch Salzstreuung im Winter vermehrt ins Grundwasser gelangen. Ein hoher Natriumgehalt (bis über 150 mg/l findet sich auch nach Wasseraufbereitungen (Ionenaustauschern).
Die zulässige Höchstkonzentration für Natrium beträgt 150 mg/ Liter.
Kalium Ein erhöhter Kaliumgehalt (über 12 mg/l) ist zwar gesundheitlich unbedenklich, ist aber ein Hinweis auf eine Einleitung von Abwasser ins Grundwasser, tierischen Abfällen oder Müllkippenabläufen.
Die zulässige Höchstkonzentration für Kalium beträgt 12 mg/ Liter.
Magnesium Magnesium, ein sogenannter "Härtebildner", ist in allen natürlichen Wässern enthalten. Es wird bei der Grundwasserbildung aus dem Boden gelöst und kann als unbedenklich bezeichnet werden. Jedoch in überhöhten Konzentrationen, besonders in Verbindung mit hohem Gehalt an Sulfationen können Darmstörungen hervorgerufen werden.
Die zulässige Höchstkonzentration für Magnesium beträgt 50 mg/ Liter.
Mineralölsubstanzen Die zulässige Höchstkonzentration für Mineralölsubstanzen beträgt 0,01 mg/Liter.
Perchlorethylen Die zulässige Höchstkonzentration für Perchlorethylen beträgt 10 Mikrogramm/Liter (= 0,01 mg/Liter).
Summe Haloforme Die zulässige Höchstkonzentration für Haloforme beträgt 30 Mikrogramm/Liter (= 0,03 mg/Liter).
Die Angaben zu Grenzwerten beziehen sich auf den Gesetzesstand Anfang 2004.
|
 |